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Junge Stimmen gegen das Vergessen

Gedenken am Weg des Erinnerns in Markt Indersdorf

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Am Freitag, den 21. November 2025 nahm die Klasse 10E unter der Begleitung der Lehrkräfte Corinna Barth und Toni Pampel an der feierlichen Einweihung einer neuen Gedenkskulptur am „Weg des Erinnerns“ in Markt Indersdorf teil. Die Veranstaltung, die von zahlreichen Gästen besucht wurde, widmete sich dem Gedenken an die Kinder von polnischen und ukrainischen Zwangsarbeiterinnen, die während der NS-Zeit in Markt Indersdorf ihr Leben verloren.

Mit großer Einfühlsamkeit sangen die Schülerinnen das polnische Weihnachtslied „Lulajże Jezuniu“ – die ersten drei Strophen sogar auf Polnisch – sowie das „Prayer for Ukraine“ von Mykola Lysenko in englischen Textübertragung. Musikalisch unterstützt wurden sie von Julia Gschoßmann auf der Flöte und Frau Barth an der Gitarre.

Die Bronzeskulptur der Künstlerin Ingrid Gottschalk zeigt einen gebrochenen Flügel, aus dem ein unschuldiges Kindergesicht hervorblickt – ein eindrucksvolles Symbol für das Leid, die Verletzlichkeit und zugleich die Hoffnung, die mit dem Gedenken an die Kinder und deren Mütter verbunden ist. Der Gesang der Schülerinnen griff diese Symbolik auf und verlieh der Feier eine tief berührende emotionale Dimension.

So entstand eine besonders würdige und bewegende Atmosphäre, in der Musik, Kunst und Erinnerung zu einer Einheit verschmolzen. Mit ihrer musikalischen Darbietung leisteten die Schülerinnen der 10E einen kleinen Beitrag zur historischen und heimatlichen Erinnerungskultur und setzten ein Zeichen des Mitgefühls, der Versöhnung und der Hoffnung.

Corinna Barth

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